Denken Sie mal darüber nach...

...warum diese Idioten nachts mit Martinhorn fahren müssen?

 

Weil es in der Straßenverkehrsordnung so vorgegeben ist! Der Paragraph 38 der STVO sagt unmissverständlich, dass zur Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten sowohl die blaue Rundumkennleuchte (auch als "Blaulicht" bekannt) als auch das Martinshorn nötig und vorgschrieben sind. Daher macht sich ein Fahrzeugführer sogar strafbar, hätte er das Martinshorn ausgeschaltet und würde dann in einen Verkehrsunfall verwickelt sein. Denn nur wenn beide Merkmale aktiv sind, haben die übrigen Verkehrsteilnehmer umgehend Platz zu schaffen, so sieht es das Gesetz vor.

 

Fährt also ein Einsatzfahrzeug "nur" mit Blaulicht, so geschieht das bereits aus Rücksicht auf unsere Mitmenschen. Schaltet der Fahrzeugführer dann das Martinshorn ein, dann hat er hierzu bestimmt gute Gründe. Ebenso hat er nicht nur das Recht, sondern (eigentlich) auch die Pflicht dieses dauerhaft in Betrieb zu lassen. Überlassen Sie also die Entscheidung, ob ein Fahrzeugführer im Alarmfall mit oder ohne Martinshorn fährt, ruhig dem Fahrzeugführer. Er kann am besten beurteilen, ob das Martinshorn an dieser Stelle, zu dieser Zeit und für welchen Zeitraum angemessen, angebracht und/oder sinnvoll ist.

 

Sicher ist es laut und unangenehm. Aber das soll es auch sein. Denn nicht nur Sie sollen es rechtzeitig hören, sondern auch der Autofahrer jenseits der Kreuzung in seinem Auto, obwohl er das Radio laut aufgedreht hat. Und betrachten Sie es mal so - Sie essen Ihren Eisbecher einfach weiter oder drehen sich in der Regel wieder in Ihr warmes Bett zurück, während wir weiterfahren. Und egal, ob Einsatz oder nur Fehlalarm, eines haben wir trotzdem beide gemeinsam. Wir, Sie und die freiwillige Feuerwehr, alle müssen morgen früh wieder aufstehen und zur Arbeit!

 

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