Denken Sie mal darüber nach...

...was es bedeuten kann bei der Feuerwehr zu sein?

Ein aktiver, ehrenamtlicher Helfer möchte keinen offiziellen Dank erhalten. Er ist bewusst selbstlos tätig und es geschieht aus freien Stücken, meist auch mit Spaß verbunden.

 

Dennoch würde ein bisschen Anerkennung manchmal gut tun!

 

Denn wird man in der Öffentlichkeit nur beschimpft, beleidigt, gemaßregelt und belächelt, so schmerzt das sehr. Im Endeffekt profitieren nämlich nicht wir von der Sache, sondern die Allgemeinheit, also auch Sie.

 

Vielen Leuten ist es nicht bewusst, was wir leisten. Das ist der Grund, warum es hier einmal deutlich aufgeführt wird. Es sind nicht nur die Einsätze, die wir fahren. Es ist so viel mehr, was auf uns zukommt. In der Abteilung Stadtmitte wird in der Regel alle zwei Wochen eine Probe abgehalten. Diese muss auch vorbereitet sein. Manche treffen sich über das verlangte Maß hinaus und proben sogar jede Woche. Auch diese Proben wollen organisiert sein. Im Sommer trifft man sich regelmäßig einmal die Woche um gemeinsam Sport zu betreiben. Führungskräfte kommen zu separaten Terminen zusätzlich zusammen um sich auszutauschen und fortzubilden. Einige Mitglieder unserer Abteilung gehören überdies hinaus zu der Einsatzleitgruppe. Auch hier muss noch einmal eine spezielle Probe einmal im Monat abgehalten werden. Die Kameradinnen und Kameraden nehmen sich hierfür Freizeit und Urlaub. Dieses auch für Führerscheine und Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule. Eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann leistet solche Dinge gerne. Die Familien und Arbeitgeber der Kamerdainnen und Kameraden müssen aber hier auch mitspielen.

 

Wenn Sie anrufen, rennen wir! Egal welche Uhrzeit, egal welche Jahreszeit, egal welches Wetter und egal zu welchem Anlass. Diese Tatsache wissen viele nicht zu schätzen. Wenn wir nach einem langen, anstrengenden Tag nachts im Bett liegen und schlafen, kommen wir trotzdem zum Alarm, fahren unseren Einsatz und erfüllen unsere Pflicht. Und in der Regel stehen wir am nächsten Morgen wieder an unserem Arbeitsplatz. Egal, wie lange es in der Nacht gedauert hat, egal was wir erleben mussten, egal was wir gesehen haben. Und glaube Sie uns, es gibt Dinge, die möchte man nicht sehen. Wir müssen sie trotzdem sehen! Hässliche Dinge, traurige Dinge, schlimme Dinge, unglaubliche Dinge, Katastrophen, Unfälle und Schicksalsschläge. Aber es wird von uns verlangt, dass wir damit professionell umgehen.

 

Und genau deshalb wäre es wünschenswert, wenn man mit uns ab und zu auch ein wenig professioneller umgehen würde. Denn wir sind immer nur dann erwünscht, wenn etwas Schlimmes passiert ist. An allen anderen Tagen sind wir vielen lästig - und das ist sehr schade!

 

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