Denken Sie mal darüber nach...

...was man machen kann, wenn es brennt?

Bei einem Feuer ist Ihr größter Gegenspieler die Zeit. Und sie hat zwei wirklich fiese Mitstreiter: Die beiden Genossen Hektik und Panik.

 

Hat man diese ausgeklammert, so ist die Zeit und das Feuer nur noch halb so mächtig. Wir wollen an dieser Stelle auf keinen Fall etwas verharmlosen. Ein Feuer breitet sich rasend schnell aus, wenn man nicht aufpasst. Aber lässt man sich zu hektischen Aktionen und panischen Maßnahmen hinreisen, verschlechtern sich die Chancen ebenso rasend schnell.

 

Daher heißt die erste Regel: Ruhe bewahren!

Die zweite Regel heißt: Weg von der Gefahr! Vergessen Sie die Geschichten, in welchen ein mutiger Familienvater seine in Flammen stehende Küche mit einem Feuerlöscher oder dem griffbereiten Gartenschlauch selbst gelöscht hat. Das sind erstens Ausnahmen und zweitens sind diese meist nicht richtig erzählt. Gehen Sie davon aus, dass alles was größer als ein Couchtisch oder eine Bratpfanne ist, nicht mehr selbst gelöscht werden kann. Was nicht heißt, dass Sie es nicht versuchen sollen. Aber bitte nicht um jeden Preis! Brennen bereits mehrere Möbel oder Gegenstände wie das Sofa oder die Gardinen, sinken die Erfolgschancen eines eigenen Löscherfolgs rapide.

Verschließen Sie alle Fenster und Türen, geben Sie dem Feuer und dem Rauch wenig Möglichkeiten sich auszubreiten und VERHINDERN Sie, dass sich das Feuer uneingeschränkt mit Frischluft versorgen kann. Dann nichts wie weg aus dem Gefahrenbereich! Setzten Sie einen korrekten Notruf unter der Notrufnummer 112 ab. Bei Ihrem Notruf sollten Sie unbedingt auf die 5 W's achten!

 

WER ist am Telefon - Nennen Sie Ihren Namen!

WAS ist passiert - ...in kurzen Stichworten!

WO ist es passiert - Nennen Sie Ihre vollständige Adresse oder die Örtlichkeit!

WIEVIELE Personen sind betroffen - ...und wo sind diese?

WARTEN auf Rückfragen - Nicht gleich auflegen, der Disponent hat sicher Fragen!

 

Sprechen Sie beim Notruf ruhig, laut und deutlich. Hören Sie dem Disponenten am Telefon gut zu, wenn er Ihnen Rückfragen stellt oder Ihnen Anweisungen gibt.

 

Bestücken Sie im Vorfeld Ihre Wohnung mit Rauchmeldern. Denn wenn Sie schlafen ist Rauch Ihr schlimmster Feind. Die meisten Opfer bei Wohnungsbränden sterben nicht an Ihren Verbrennungen, sondern sind schon lange vorher an den Rauchgasen erstickt. Oft bemerkt man im Schlaf diesen Rauch nicht einmal. Ein Rauchmelder warnt Sie in der Regel frühzeitig - auch im Schlaf. Sie sollten dann noch Zeit haben, die Wohnung / das Haus zu verlassen. Versuchen Sie am Boden entlang zu gehen, Rauch sammelt sich immer zuerst an der Decke. Atmen Sie so wenig wie möglich Brandrauch ein, er ist extrem giftig! Ganz wichtig: Vergeuden Sie keinesfalls Zeit mit dem Versuch Ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen! Es ist zwar schmerzhaft, wenn ein kompletter Haushalt in Flammen aufgeht, aber das meiste davon kann ersetzt werden...Ihr Leben allerdings nicht!

 

Sind Sie in fremder Umgebung, im Urlaub, in Hotels etc., machen Sie sich mit dem Weg ins Freie vertraut. In jedem Flur eines Hotels oder eines öffentlichen Gebäudes hängen Fluchtpläne aus. Benutzen Sie NIEMALS im Brandfall einen Aufzug. Bleibt dieser stecken, sitzen Sie in der Falle. Gehen Sie gedanklich den Weg von Ihrem Standort bis ins Freie durch. Denn seien Sie versichert, in der Nacht, in einem fremden Gebäude, in einem fremden Bett wissen Sie im Notfall nicht mehr im Handumdrehen wo der nächste Ausgang ist!

 

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