Feuerwehrpedia 0 - 9

1-Drittel/2-Drittel - Regel

Diese Regel beschreibt die Luftreserve, welche ein Atemschutzgheräteträger haben soll, damit er unbeschadet wieder aus dem Brandraum ins Freie kommen kann. Die Faustregel besagt, dass der Druck welcher vom Betreten des Brandraumes bis zum Brandherd verbraucht wurde mit dem doppelten Wert wieder für den Rückmarsch eingeplant werden muss. Beispiel: eine Pressluftflsche hat einen Fruck von 300 bar. Für den Anmarsch zum Brandherd verbraucht der Feuerwehrmann 50 bar. Somit muss er für den Rückweg also auf jeden Fall 100 bar einrechnen. Somit kann er 150 bar an der Einsatzstelle verbrauchen, bis er wieder zurück muss.  Für den Rückweg ist also das doppelte an Reserve eingerechnet. Im Regelfall ist das sehr großzügig gerechnet. Passiert jedoch etwas unvorhergesehenes während des Einsatzes, kann das auch ganz schnell recht eng werden. Auch klar ist, dass je erschwerlicher der Anmarsch ist, desto größer ist der vorgeschriebene Restdruck für den Rückweg. Die Einsatzzeit am Brandherd kann sich so ganz schnell auf wenige Minuten reduzieren.

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primäres Löschgruppenfahrzeug der Stadtmitte. Nähere Infos -> siehe Fahrzeugkennzeichnung.

1. Alarm - 2. Alarm - 3. Alarm

Die Gefahrenabwehrebenen werden in drei Gefahrenabwehrstufen zusammengefasst.

 

Die Gefahrenstufe 1 (1. Alarm) beinhaltet:

  • Die örtlichen Einsätze innerhalb des Ausrückbereichs einer Ortsfeuerwehr. Die Zuständigkeit liegt bei der Ortsfeuerwehr.
  • Die gemeindlichen Einsätze innerhalb einer Stadt, Gemeinde oder Samtgemeinde. Die Zuständigkeit liegt bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt, Gemeinde oder Samtgemeinde.

Die Gefahrenabwehrstufe 2 (2. Alarm) beinhaltet:

  • Die übergemeindlichen Einsätze. Wenn die Einsatzmittel der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr einer Stadt, Gemeinde oder Samtgemeinde nicht mehr ausreichen. Die Zuständigkeit liegt nach dem Brandschutzgesetz bei der Kreisfeuerwehr.

Die Gefahrenabwehrstufe 3 (3. Alarm)  beinhaltet:

  • Den Katastrophenalarm. Die Zuständigkeit liegt nach dem Katastrophenschutzgesetz beim Landkreis.

Aus diesen Gefahrenabwehrstufen ergibt sich eine Alarmstruktur, die sich in Alarmstufen aufgliedern lässt. Die Alarmstufen werden wie folgt bezeichnet:

  • Gefahrenabwehrstufe 1: Alarm
  • Gefahrenabwehrstufe 2: Großalarm
  • Gefahrenabwehrstufe 3: Katastrophenalarm

Ist also klar, dass die Dimension eines Einsatzes mit den, im Zuständigkeitsbereich zur Verfügung stehenden Mitteln abgearbeitet werden kann, so wird normalerweise 1. Alarm ausgelöst. In Baden-Baden sind das in der Regel die hauptberufliche Wache sowie eine, zwei oder ggf. auch drei freiwillige Abteilungen. Kann man aber auf Grund der Notrufmeldung oder der Anzahl der Notrufe erkennen, dass von unmittelbarer und potentieller Bedrohung ausgegangen werden muss, die von den örtlichen Einheiten schwer oder nicht mehr bewältigt werden kann, so heißt das in aller Regel 2. Alarm (2. Gefahrenabwehrstufe). In Baden-Baden beinhaltet diese Alarmierungsstufe in der Regel den gesamten Stadtkreis. Beim 3. Alarm, im Katastrophenfall geht man davon aus, dass die Kräfte der Gemeinde, bzw. des Kreises nicht mehr ausreichen.

5-Ton Alarmierung

Prinzipiell kann man die 5-Ton-Alarmierung gleichsetzten mit einer Telefonnummer, welche gewählt wird und irgendwo klingelt dann ein Telefon. Jede Ziffer von 0 bis 9 hat einen eigenen Ton. Setzt man nun fünf Ziffern hintereinander, so erhält man eine sog. Funkschleife, eine Art Telefonnummer also. Die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr scannen (hören) immerzu den Funkbereich, für den sie programmiert sind.

Hört nun der Funkmeldeempfänger seine "Telefonnummer", sprich seine Schleife, so klingelt er und alarmiert so seinen Träger. Logischerweise haben alle Angehörigen einer Feuerwehrabteilung die gleiche Melderschleife. Überdies hinaus haben spezielle Funktionsträger wie z.B. ein Abteilungskommandant oder ein Mitglied der Führungsgruppe eine eigene Melderschleife um sie im Notfall seperat alarmieren zu können.

6/3 - 6/4

...ist die feuwertechn. Abkürzung für den Abteilungskommandanten der Stadtmitte und dessen Stellvertreter. In der Hirarchie der Feuerwehr trägt der Leiter der Feuerwehr den Namen "Florian 1", sein Stellvertreter "Florian 2". Die nächst höhere Position (3)  wäre dann der Wachschichtleiter bzw. die Abteilungssleiter der einzelnen Abteilungen. Somit begleitet der Wachschichtleiter, dessen Abteilung mit einer 1 gekennzeichnet wird, den Rufnamen 1/3. Da die Stadtmitte die Kennziffer 6 trägt nennt sich folglich der Abt.-leiter der Stadtmitte 6/3. Keinesfalls unlogisch oder mißverständlich, der Name des Stellvertreters -> 6/4.