Feuerwehrpedia G - J

G26 - 3

Die G26 ist eine arbeitsmedizinische Untersuchung für Atemschutzgeräteträger. Sie ist geregelt in der Unfallverhütungsvorschrift BGV A4. Untersuchungen wie die G26 dienen im Allgemeinen dazu festzustellen, ob die Arbeitstätigkeiten den Arbeitnehmer gefährden.

 

Die Tätigkeit unter Atemschutz ist die größte Herz-Kreislauf-Belastung, welche ein Arbeitsmediziner kennt. In diesem Falle liegt die Gefahr in der Überbelastung des Kreislaufs durch schwere körperliche Arbeit in Verbindung mit dem durch die Kleidung hervorgerufenen Hitzestau und dem erhöten Atemwiderstand. Diese Belastung übersteht der Feuerwehrmann / die Feuerwehrfrau nur, wenn eine gewisse körperliche und mentale Fitness gegeben ist. Die Untersuchung umfasst eine Erhebung einer Krankheitsvorgeschichte, eine körperliche Untersuchung, einen Sehtest, einen Hörtest, eine Urinuntersuchung, eine Blutuntersuchung der Leberwerte, dem Blutbild und des Blutzuckers, einem Röntgenbild der Lunge, einer Lungenfunktionsprüfung und ein Belastungs-EKG. G26 Untersuchungen finden alle drei Jahre statt.

Ganther

In Baden-Baden, insbesondere in der Abt. Stadtmitte ein geschichtsträchtiger Name.

Heinz, Wolfgang, Patrick, Roland und all die anderen, welche wir jetzt vergessen haben - alles aktive oder ehemals aktive bzw. hauptberufliche Kräfte der Feuerwehr. Und alle untereinander verwandt. Die genauen Verbindungen untereinander sind jedoch selbst für dieses Nachschlagewerk zu kompliziert!

Gefahrgut

Stoffe die auf Grund ihrer Eigenschaften und Reaktionen mit anderen Stoffen oder Einflüssen für Mensch und Tier problematisch werden könnten. Im Feuerwehralltag sind Einsätze mit Gefahrgut bei den meisten nicht besonders beliebt, da sie sehr komplex sind. Zumal ein standartisiertes Fahrzeug der FW bei Gefahrguteinsätzen auch nur bedingt eingesetzt werden kann. Hierzu wird oft der sog. Gefahrgutzug alarmiert (siehe nächster Punkt).

Gefahrgutzug

 

Der Gefahrgutzug der Feuerwehr ist die größte reguläre taktische Einheit und besteht aus zwei Gruppen, dem Zugtrupp und dem Zugführer. In der Regel teilt sich (wie im Bild gezeigt) die zweite Gruppe auf in eine Staffel und einen selbstständigen Trupp. Dieser Trupp besetzt dann Sonderfahrzeuge. Der Zugtrupp befindet sich zusammen mit dem Zugführer auf einem KdoW oder einem MTW. Übersteigt im Einsatz die Mannschaftsstärke die des Zuges nicht, kann der Zugführer auch gleichzeitig Einsatzleiter sein.

 

Ein Gefahrgutzug ist für Eindämmung bzw. Beseitigung von Gefahrgut konzipiert.
Darunter fallen im Allgemeinen chemische, giftige, ätzende, extrem feuergefährliche und allgemein gefährliche Stoffe. Ein Gefahrgutzug verfügt über speziell geschulte Träger von Chemie-Schuztanzügen (CSA) und je nach Konzeption kann ein Gefahrgutzug auch über mehrere zusätzliche Fahrezuge verfügen, wie z.B. ein Messfahrzeug, ein Gerätewagen für Gefahrgut oder ein Transport-LKW mit einem Dekonterminationsplatz.

Gas (Gasexplosion)

Eine Gasexplosion ist der Spezialfall einer Explosion, bei der sich ein explosives Gasgemisch entzündet und in sehr kurzer Zeit abbrennt. Je nach Menge, Druck und Temperatur des Gases kann es sich dabei um eine Verpuffung, Explosion oder Detonation handeln.

 

Um eine Gasexplosion herbeiführen zu können, wird sowohl eine explosionsfähige Gasatmosphäre als auch eine Zündquelle benötigt. Die explosionsfähige Atmosphäre setzt sich aus einem brennbaren Gas und Sauerstoff zusammen, wobei der Sauerstoff als Luftgemisch vorliegen kann. Eine Zündfähigkeit ist gegeben, wenn die Konzentration des Gases zwischen oberer und unterer Explosionsgrenze liegt. Als Zündquelle können verschiedene elektrische oder mechanische Effekte dienen, welche die benötigte Zündenergie oder Zündtemperatur bereitstellt. Bei relativ hohen Konzentrations-Verhältnissen gewisser Gase (z. B. Wasserstoff) oder bei Verwirbelungen kann auch eine Selbstzündung ohne Erfordernis einer Zündquelle eintreten.

 

Quelle: Wikipedia - Gasexplosion

Gruppe

Die (Lösch) Gruppe ist DIE taktische Einheit der Feuerwehr. Auf ihr baut das ganze System auf. An ihrer Spitze steht der Gruppenführer und sie setzt sich zusammen aus Maschinist, Melder sowie je zwei Mann im Angriffstrupp, im Wassertrupp und im Schlauchtrupp. Somit bilden diese neun Mann die Grundeinheit.
Viele Löschgruppenfahrzeuge sind, wie der Name schon sagt, so ausgelegt, dass sie die Notwendige Ausrüstung, oft einen Wasservorrat und eben die Gruppe transportieren können.

Gruppenführer

Der Gruppenführer in der Feuerwehr befehligt die taktische Einheit „Gruppe“, bestehend aus Maschinist, Melder, Angriffstruppführer und -mann, Wassertruppführer und -mann sowie Schlauchtruppführer und -mann.

 

Der Gruppenführer

  • erkundet die Lage
  • bestimmt die Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe
  • gibt den Einsatzbefehl
  • ist während des Einsatzes an keinen festen Platz gebunden
  • hat die Fürsorgepflicht für seine Gruppe
  • kann Einsätze mit Personal bis zur Stärke einer Gruppe selbständig leiten

Gruppenführer sind bei der Berufsfeuerwehr erfahrene Beamte des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes (Hauptbrandmeister/Brandinspektoren). Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist der erreichbare Dienstgrad vom Bundesland abhängig, i.A. sind sie mindestens Löschmeister. Einsatzkräfte mit der Qualifikation zum Gruppenführer erkennt man im Einsatz an einem roten Balken auf jeder Helmseite. Diese Kennzeichnung signalisiert ausschließlich die Befähigung zum Ausüben der Funktion "Gruppenführer". Es können daher in einer Gruppe durchaus mehrere Einsatzkräfte mit dieser Kennzeichnung vorhanden sein. Pro Einheit kann jedoch immer nur eine Person die tatsächliche Führungsfunktion des Gruppenführers übernehmen. Eventuell weitere vorhandene Einsatzkräfte mit Gruppenführerqualifikation übernehmen dann normale Mannschaftsaufgaben. Der tatsächliche Einheitsführer wird daher zunehmend zusätzlich mit einer Kennzeichnungsweste (blau oder rot) kenntlich gemacht. Gruppenführer der Feuerwehr werden in der Katastrophenschutz-Terminologie auch Unterführer genannt.

Gruppenführer ist eine Funktion und kein Dienstgrad.

 

Die Abkürzung in der Feuerwehr für den Gruppenführer ist "GrFü" nach DIN 14033. In der Praxis wird jedoch meist noch die Abkürzung "GF" aus der mittlerweile nicht mehr gültigen Feuerwehrdienstvorschrift 4 verwendet.

 

Quelle: Wikipedia - Gruppenführer

Feuerwehreinsatzjacke mit Haltegurtsystem

Das integrierte Haltegurtsystem in der Feuerwehreinsatzjacke gehört zur persönlichen Schutzausrüstung eines jeden Feuerwehrmanns und dient zum

- Halten

- Rückhalten

- Sichern

- Selbstretten

- (Notfallrettung)

Handmelder

Jeder kennt ihn, jeder weiß (hoffentlich) wie er funktioniert - Scheibe einschlagen, Knopf tief drücken. Handmelder sind in der Regel alle mit einer Brandmeldeanlage verbunden. Sie haben eine Nummer, welche im Alarmfall die Feuerwehr alarmiert. Diese kann dann auch schon sehen, dass ein Handmelder ausgelöst wurde. Im Gegensatz zu automatischen Meldern sind Handmelder recht unanfällig gegen Störungen und Täuschungen. Man kann davon ausgehen, das die Betätigung eines Handmelders tatsächlich eine Feuermeldung ist oder ein strafbarer Vorsatz.

 

Bildquelle: www.wikipedia.org

Handlampe (Gerät)

Ein Handscheinwerfer, oder eben Handlampe, ist eine tragbare, netzunabhängige Leuchte mit einem in der Regel auf Fernlicht-Charakteristik abgestimmten Reflektor. Durch Vorstecken einer Streuscheibe (Diffusor) oder durch einen Schiebe- oder Drehmechanismus am Reflektor kann die Charakteristik auf Umgebungslicht im Nahbereich umgestellt werden. Meist werden Handscheinwerfer durch eine Batterie oder einen Akku mit Strom versorgt. Es gibt jedoch auch Varianten zum Anschluss an das Bordnetz von Fahrzeugen (z. B. über Zigarettenanzünder).

 

In Feuerwehrfahrzeugen gibt es, je nach Art und Bestückung, mehrere Handlampen. Auf jeden Fall rüstet sich ein Angriffstrupp im Brandeinsatz immer mit mindestens einer Handlampe aus. Im Gegensatz zu Knicklampen, welche an der Jacke festgemacht werden, oder Helmlampen, kann eine Handlampe auch abgestellt und zurückgelassen werden um z.B. eine Gefahr oder einen Bereich für nachrückende Kräfte zu beleuchten.

Handlampe (Kamerad)

Unhöflicher und degradierender Rufname zwischen Feuerwehrmännern.

Hauptamtlich

...war Herr Dr. Jäger mal ;-)

Haspel (Schlauch-)

Trommelförmiges Gerät zum Aufbewahren bzw. lagern von Schläuchen in aufgerolltem Zustand. Eine fahrbare Schlauchhaspel findet man sehr oft in hängender Version am hinteren Ende eines Löschfahrzeuges. Moderne Haspeln können von dort mit einem Mann abmontiert und dann auf zwei Rädern frei und flexibel bewegt werden. Haspeln dienen dazu schnell und einfach Schlauchleitung vom Löschfahrzeug zum nächsten Hydranten zu verlegen.

Helmlampe

Kleine Taschenlampe, welche seitlich am Helm montiert werden kann. Dies ermöglicht, im Gegensatz zur Handlampe, ein flexibleres Arbeiten und heißt im Einsatz: einen Gegenstand weniger tragen.

Hilflose Person in Wohnung

Ein häufiges Einsatzstichwort bei der Feuerwehr. Bei diesem Einsatz wird davon ausgegangen, dass sich eine Person in der Wohnung befindet, welche nicht mehr selbstständig die Wohnungstüre öffnen kann und sich in einer hilflosen Lage befindet.
Der Feuerwehr versucht sich auf schnellstmögliche Art und Weise Zugang in die Wohnung zu verschaffen. Oft ist dies auch nur mit speziellem technischem Equipment möglich. Um dieses Werkzeug am effektivsten nutzen zu können, wird dieses mehrmals im Jahr trainiert. 

 

Siehe auch Türöffnung

Hinterer Wald

Forstbereich im städtischen Wald der Stadt Baden-Baden. Eingegrenzt wird dieser im Norden durch die Großherzog-Friedrich-Luisen-Str. (L79), im Osten durch die Gemarkungsgrenze auf einer Linie Rote Lache - Badener Höhe im Süden auf einer Linie Badener Höhe - Plättig und im Westen grob durch die B500. In diesem Bereich sind angelegte Hochbehälter zu finden. Diese Tatsache macht den Hinteren Wald feuerwehrtechnisch so interessant.

HLF (Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug)

Neue Normbezeichnung eines Löschgruppenfahrzeugs. -> siehe Löschgruppenfahrzeug

höherer (gehobener) feuerwehrtechnischer Dienst

Ein Beamter des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes muss einen Diplom- oder Masterbschluss in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule (Universität) absolviert haben. Anbei muss er natürlich ebenso die gesundheitlichen Voraussetzungen und Feuerwehrausbildungen durchlaufen wie ein Beamter des mittleren Dienstes. Beamte des höheren Dienstes werden in der Regel als Abetilungs- oder Bereichsleiter, als Kommandanten bzw. Kreisbrandmeister oder deren Stellvertreter eingesetzt. Sie sind gekennzeichnet durch einen roten Ring am Helm. Gleiches gilt für Beamte des gehobenen feuerwehrtechn. Dienstes. Die einzige Ausnahme ist, dass sie ihr Studium nicht an einer Hochschule (Universität) absolviert haben, sondern an einer Fachhochschule.

Hör-Sprech-Garnitur

...ist eine Zusatzausrüstung eines Handfunksprechgeräts. Ähnlich wie ein Head-Set eines Mobiltelefons wird die Hör-Sprech-Garnitur am Helm befestigt, besitzt einen kleinen Lautsprecher in der Nähe des Ohrs und ein Mikrofon vor dem Mund des Trägers. Durch diese Garnitur muss das Funkgerät nicht in der Hand gealten bzw. beim funken aus einer Jackentasche oder einem Holster gezogen werden. Die Hände des Feuerwehrmannes sind frei und er hört trotzdem immer den Funkkanal mit. Bei Sprechen drückt er eine gut erreichbare Taste, welche sich in der Regel in Brustnähe befindet.

Hochbehälter

In freier Natur baulich geschaffenes Wasserreservoir zur Bevorratung von Löschwasser, primär gedacht zu Bekämpfung von Flächen- und Waldbränden. 

Hochbehälter sind meist unterirdisch errichtet und daher ohne Ortskenntnis der Karte schwer zu finden. In der Regel ist von einem Hochbehälter nur der Anschlussstutzen und die Entlüftungsöffnung zu sehen. In Hanglagen kann er auch an der Talseite durch einen Eingang betreten werden.

Hunger

...haben Feuerwehrleute immer und viel!

Hydrant

Es gibt zwei Arten von Hydranten, den Unterflurhydrant und den Überflurhydrant.
Beide werden in der Regel durch den Wasserversorger festgelegt und als Teil der zentralen Löschwasserversorgung von Städten und Gemeinden genutzt. Er ermöglicht der Feuerwehr, aber auch öffentlichen (z. B. Straßenmeisterei, Stadtbetriebe) Wasserentnahme aus dem öffentlichen Wasserleitungsnetz:

Indianer

Kosename von Mannschaftsdienstgraden in der Feuerwehr. Verwendet wurde dieser Name oft vom Feuerwehrkönig Andreas Wilhelm "dem Großen" zur Differenzierung zwischen Führungskräften und Mannschaft.

Jugendfeuerwehr

Die aktive Mannschaft von morgen wird nicht selten in der Jugendfeuerwehr herangezogen. Hier lernen die Kinder zwar mehr spielerisch aber trotzdem effektiv den Umgang des kleinen Feuerwehr-Einmaleins. Ist ein Mitglied der JF eifrig und engagiert dabei, ist es nur eine Formalität, später die Grundausbildung zu bestehen.
Zur Teilnahme ist keine Ausbildung notwendig. Lediglich ein ärztliches Atest, welches übrigens die Feuerwehr bezahlt, wird verlangt, um dem Kameraden die Tauglichkeit für den kleinen Feuerwehralltag zu bestätigen. Das Eintrittsalter für die JF ist 10 Jahre, ab 17 Jahre kann man dann in die aktive Mannschaft übernommen werden.

Jugendwart

Er ist der Kopf der Jugendfeuerwehr einer Abteilung. Zusammen mit seinen Jugendbetreuern kümmert es sich um das Alltägliche einer JF. Neben den Proben und deren Gestaltung fallen dem Jugendwart auch jede Menge administrative Aufgaben zu. Er bildetet gleichzeitiig auch das Bindeglied von der JF zum Abteilungskommandanten.