Feuerwehrpedia K - N

Kreislaufgerät (regeneratives Atemschutzgerät)

Unter einem Kreislaufatemgerät, oder auch Regenerationsgerät, versteht man ein geschlossenes Luftsystem, bei dem die verbrauchte Atemluft wieder regerneriert wird und dem Gräteträger erneut und aufbereitet zur Verfügung gestellt wird. Beim Militär wird dieses System vor allem bei Kampfschwimmern und Tauchern eingesetzt, da durch das geschlossene System keine Luftblasen entweichen und an die Wasseroberfläche geraten können. Bei Rettungsorganisationen wird dieses System hingegen für zeitintensive Rettungseinsätze eingesetzt. Denn gegenüber einem normalen Pressluftatmer mit seinen rund 30 - 40 Minuten Einsatzzeit, kann der Kreislaufatmer über mehrere Stunden hinweg eingesetzt werden. Sein primäres Einsatzfeld ist daher bei Tunnelrettungen oder bei Grubenwehren im Bergbau.

 

Vom funktionellen Aufbau ist der Kreislaufatmer recht simpel. Die Ausatemluft des Geräteträgers wird in einer Kalkpatrone von Kohlendioxid befreit und durch einen Vorratsbehälter im Gerät wieder mit Sauerstoff angereichert. Das war im Groben auch schon alles. Die aufbereitete Luft wird dem Geräteträger dann wieder zurückgeführt.

 

Großer Nachteil der Kreislaufatmer ist die steigende Temperatur der Luft. Durch den immer wiederkehrenden Zyklus der Atemluft wird diese immer wärmer. Ausserdem erzeugt der Kalkfilter, welcher das CO2 aus der Ausatemluft filtert bei großer Belastung Wärme. So kann die Temperatur der Einatemluft für den Geräteträger unter großer Anstrengung schnell auf saunaähnliche Werte ansteigen. Kombiniert mit der körperlichen Anstrengung, dem damit verbundenen Anstieg der Atemfrequenz und den hohen Umgebungstemperaturen in einem Brandeinsatz lässt sich schnell erahnen, wo die Nachteile dieser Geräte liegen. Aus diesem Grund ist eine Grundvoraussetzung für das Tragen von Kreislaufatmern eine gute köperliche Konstitution und mentale Stärke.



Bildquellen: www.draeger.de     www.minesrescue.co.za

 

Leitstelle Mittelbaden (ILS)

Die Integrierte Leitstelle Mittelbaden ist neben Ihrer Zuständigkeit als Feuerwehr- und Rettungsleitstelle im Landkreis Rastatt auch für den Rettungsdienst im Stadtkreis Baden-Baden zuständig.
Sie ist Anlaufstelle für alle nichtpolizeilichen Hilfeersuchen im Landkreis Rastatt.
Hier ein Auszug mit den wichtigsten Kernaufgaben:

  • Lenkung, Koordination, Überwachung und Dokumentation aller Einsätze
  • Alarmierung und Disposition (Notfallrettung, Krankentransport, Feuerwehr)
  • Führen eines Nachweises über die Aufnahme und Dienstbereitschaft aller Krankenhäuser im Bereich
  • Sicherstellung einer ständigen Betriebsbereitschaft
  • Überwachung des Funkverkehrs

Löschgruppenfahrzeug (LF)

Löschgruppenfahrzeuge bilden den elementaren Fahrzeugtyp der Feuerwehr. Je nach Norm werden diese in unterschiedlichen Größen gebaut. Sie sind in der Regel für eine Löschgruppe ausgelegt und somit mit neun Sitzplätzen bestückt. LFs dienen für einfache bis mittlere Brandbekämpfung sowie Hilfeleistungseinsätze. Sie sind mit einer fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe ausgestattet, welche durch den Fahrzeugmotor angetrieben wird. Vernünftig ausgestattet sind LFs durch die umfangreiche Beladung schlicht DIE Allzweckwaffe im Feuerwehralltag.

Nach der neusten Norm sind Löschgruppenfahrzeuge oder auch Hilfelöschgruppenfahrzeuge (HLF) in die Kategorie 10 und 20 eingeteilt. LFs udn HLFs gleichen sich mit wenigen ausnahmen in der Beladung. Ein HLF beherbergt nach der neuen Norm einen Rettungssatz zur techn. Hlifeleistung. HLF 10 und HLF 20 unterscheiden sich in Dimensionierung der Feuerlöschkreiselpumpe (FPN) und logischerweise in der Größe des Fahrzeugs. LF10 führen einen weniger großen Wassertank mit sich. Sind dafür aber kleiner und wenidiger. LF20 sind generell Allradfahrzeuge und haben ein zul. Ges.Gewicht 14,5 Tonnen, ein LF10 hingegen ist normalerweise für den Straßeneinsatz ausgelegt und nur 12 Tonnen schwer.

Löschzug

 

Der Löschzug der Feuerwehr ist die größte reguläre taktische Einheit und besteht aus zwei Gruppen, dem Zugtrupp und dem Zugführer. In der Regel teilt sich (wie im Bild gezeigt) die zweite Gruppe auf in eine Staffel und einen selbstständigen Trupp. Dieser Trupp besetzt dann ein Hubrettungsfahrzeug, sprich eine Drehleiter. Die Gruppe und die Staffel sitzten dann jeweils auf zwei HLFs oder einem HLF und einem TLF. Der Zugtrupp befindet sich zusammen mit dem Zugführer auf einem KdoW oder einem MTW. Übersteigt im Einsatz die Mannschaftsstärke die des Zuges nicht, kann der Zugführer auch gleichzeitig Einsatzleiter sein. Ein Löschzug ist für Menschenrettung und Brandbekämpfung gedacht.

Maschinist

Ähnlich wie auf dem Schiff ist er derjenige, der die Maschine bedient, heißt das Feuerwehrwehrfahrzeug. Der Maschinist fährt das Fahrzeug, bedient die Feuerlösch-Kreiselpumpe, den Stromgenerator und alle anderen Gerätschaften auf dem Fahrzeug. Er ist für die Beladung und den Zustand seines Fahrzeuges verantwortlich.
Als Maschinst hat er eine spezielle Ausbildung, welche sich mit allen techn.Raffinessen rund um die Themen Pumpe, Stromerzeuger, LKW-Technik etc. beschäftigen. Maschinisten müssen im Umgang mit dem ihnen anvertrauten Material sehr routiniert und vertraut sein.

Maschinist für Hubrettungsfahrzeuge

Zusätzlich zum Maschinist für Feuerwehrfahrzeuge gibt es einen Maschinist für Hubrettungsfahrzeuge. D.H. diese Damen und Herren durchlaufen ein mehrtägiges Seminar um die Taktik, die Möglichkeiten und Grenzen von Hubrettungsfahrezugen kennen zu lernen. Diese sind bei der Feuerwehr normalerweise Drehleitern, Gelenkmasten oder Hebebühnen. Da diese Gerätschaften sehr anspruchvoll in Sachen Technik, Taktik und Handhabung sind, sollten Drehleitermaschinisten sehr besonnen und erfahren sein.