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Pressluftatmer (PA)

Ein Pressluftatmer, im Fachjargon auch PA genannt, ist eines der elementaren Geräte bei der modernen Brandbekämpfung. Der Träger eines PA trägt auf dem Rücken eine Flasche gefüllt mit Atemluft, vergleichbar mit einem Taucher, und isoliert seine Atemwege durch eine luftdichte Maske von der verschmutzen Umgebungsluft. So kann auch in dickstem und giftigsten Rauch gearbeitet bzw. gelöscht werden. Ein PA hat, je nach Belastung und Konstitution des Trägers, eine Einsatzzeit von 30 - 40 Minuten. Diese Angaben sind jedoch theoretisch, da in dieser Einsatzzeit sowohl Anmarsch zum Brandherd, Rückmarsch in eine sichere Zone und eine Zeitreserve eingerechnet sind. In der Regel begrenz sich daduch die tatsächliche Arbeitszeit am Brandherd auf einen Bruchteil der tatsächlichen Einsatzzeit.

 

Der PA bzw. das System als Ganzes gliedert sich in Flasche, Tragegestell, Druckminderer, Manometer, Mitteldruckleitung, Lungenautomat, Totmannwarner und die Maske. Der Fülldruck der Pressluftflasche liegt zwischen 270 - 300 bar.
Die absolute Notreserve beginnt bei einem Flaschendruck von 50 bar. Wird dieser Druck erreicht, wird der Geräteträger durch einen Pfeifton gewarnt. Spätestens jetzt sollte er dringend den Rückzug antreten. Allerdings dann schon mit größter Eile, denn mit diesen 50 bar kommt man nicht mehr besonders weit! Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig für alle Geräteträger im Einsatz die sog. 1/3 - 2/3-Regel zu beachten.

 

Grundvoraussetzung zum Tragen von Atemschutzgeräten ist die körperliche Eignung, welche in einer ärzlichen Untersuchung und Eignungsbescheinigung, genannt G26 bestätigt wird.

 

Bildquellen: www.steinbacherfeuerwehr.de   -   www.fw-st-egyden

Pressluftstresslein

Codename für Anke Bräuer

Piccolöchen

Spezielle Abfüllungseinheit von Sekt, eigens für die Abt. 6 entwickelt.

Regenerationsgerät

Oder auch "Rebreather" genannt ist ein Synonym für ein Kreislaufgerät

Rüstwagen ( RW )

Einen Rüstwagen kann man treffend als rollenden Werkzeugkasten beschreiben. Ein Rüstwagen transportiert allerlei Spezialequipment, welches zur technischen Hilfeleistung benötigt wird. Scheren, Spreizer, Stützen, Stempel, Hölzer, Keile, Gerüst, Gebläse, Stromerzeuger, Seilwinde, starke Scheinwerfer, oder ein Boot...um nur einige Gegenstände zu nennen. Maschinisten von RWs benötigen viel Erfahrung, zum einen um die ganzen Gegenstände auf dem Auto bedienen zu können, zum anderen aber auch um sie schlichtweg auf die Schnelle zu finden.

Rüstzug

 

Der Rüstzug der Feuerwehr ist die größte reguläre taktische Einheit und besteht aus zwei Gruppen, dem Zugtrupp und dem Zugführer. In der Regel teilt sich (wie im Bild gezeigt) die zweite Gruppe auf in eine Staffel und einen selbstständigen Trupp. Dieser Trupp besetzt dann einen Rüstwagen. Die Gruppe und die Staffel sitzten dann jeweils auf zwei HLFs oder einem HLF und einem TLF. Der Zugtrupp befindet sich zusammen mit dem Zugführer auf einem KdoW oder einem MTW. Übersteigt im Einsatz die Mannschaftsstärke die des Zuges nicht, kann der Zugführer auch gleichzeitig Einsatzleiter sein. Ein Rüstzug ist für technische Hilfeleistung gedacht. Klassischer Fall hierfür wäre z.B. ein Verkehrsunfall o.ä.