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Sicherungstrupp

Einsätze unter Atemschutz gehören zu den Aufgaben im Feuerwehreinsatz mit dem größten Gefahrenpotential für die Retter selbst. Verunfallt ein Trupp unter Atemschutz, so ist es die Aufgabe des Sicherungstrupps den Kameraden zu Hilfe zu eilen und diese ggf. zu retten. Pro eingesetzten Trupp muss jeweils ein Sicherungstrupp bereit stehen. Nur in sehr seltenen Fällen darf auf diesen verzichtet werden. Neben Material zur Rettung und Transport führt ein Sicherungstrupp auch eine volle Atemluftflasche mit sich, um den Verunfallten bei z.B. Luftkanppheit der eigenen Versorgung aushelfen zu können. Sicherungstrupps müssen darin geschult sein ihre Kameraden auch im bewusstlosen Zuzstand retten und transportieren zu können.

Schiebleiter (3-teilig)

Die dreiteilige Schiebleiter ist die größte der bei der Feuerwehr eingesetzten tragbaren Leitertypen. Sie hat eine Länge von 14 Meter und kann damit eine Rettungshöhe von 12 Meter erreichen, was im Groben dem dritten Obergeschoss entspricht. Zusammengeschoben hat die Schiebleiter eine Transprotlänge von 5,60 Meter. Die drei Leiterteile werde mittels eines Zugseils und Umlenkrollen auseinander gezogen und arretieren sich dann in einem regelmäßigen Raster immer wieder gegen ein Zurückrutschen. Dieser Mechanismus kann ebenfalls durch eine spezielle Bewegung oder Stellung des Zugseils ausgehebelt werden. Wird die Leiter bestiegen, muss vorher das Zugseil gegen Bewegung und somit gegen unbeabsichtigtes Lösen der Arretierung mit einem Mastwurf an einer Leitersprosse gesichert werden.

 

Durch ihre Größe und das Gewicht muss die 3-teilige Schiebleiter von vier Mann gestellt werden. Kommt sie zum Einsatz sind auf jeden Fall zwei Personen als Sicherungsposten an den Stabilisierungsstangen gebunden. Aus diesem Grund kommt die Schiebleiter fast ausschließlich bei einer Menschenrettung zum Einsatz.

Schleifkorbtrage

Eine Schleifkorbtrage dient der sicheren und patientengerechten Rettung von Personen durch Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst aus unwegsamen Gelände, engen oder unzugänglichen Gebäuden.

Der Patient kann in die Trage hinein gelegt werden und wird dann festgegurtet. Am Seitenrand bietet diese Form der Trage viele Ösen für Haltegurte, Sicherungsseile und Haltegriffe zum Tragen. Die Schleifkorbtrage kann eingesetzt werden, um beispielsweise Böschungen zu überwinden. Dies ist mit einer normalen Krankentrage nur schwer möglich. Die Schleifkorbtrage hingegen kann von mehreren Personen getragen und gesichert werden. So wird eine patientengerechte Rettung unterstützt.

Eine Schleifkorbtrage (in Österreich auch Korbtrage oder Rettungswanne) dient der sicheren und patientengerechten Rettung von Personen durch Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst aus unwegsamen Gelände, engen oder unzugänglichen Gebäuden.

Der Patient kann in die Trage hinein gelegt werden und wird dann festgegurtet. Am Seitenrand bietet diese Form der Krankentrage viele Ösen für Haltegurte, Sicherungsseile und Haltegriffe zum Tragen. Die Schleifkorbtrage kann eingesetzt werden, um beispielsweise Böschungen zu überwinden. Dies ist mit einer normalen Krankentrage nur schwer möglich. Die Schleifkorbtrage hingegen kann von mehreren Personen getragen und gesichert werden. So wird eine patientengerechte Rettung unterstützt.

Stadtfeuerwehrkommandant / Kreisbrandmeister

Der Stadtfeuerwehrkommandant (SFK) oder in Landkreisen auch Kreisbrandmeister (KBM) genannt ist der Leiter der gesamten Feuerwehr. Diese Funktion ist in Baden-Würtemberg an eine Ausbildung zum höheren feuerwehrtechnischen Beamten geknüpft. Er erledigt alle Aufgaben, die sich beim Landratsamt/Stadtverwaltung in Zusammenhang mit der Feuerwehr ergeben und führt die Aufsicht über alle Gemeindefeuerwehren des Kreises. Der SFK/KBM kann bei Einsätzen und Übungen jederzeit die Einsatzleitung übernehmen. Ist der SFK/KBM bei einem Einsatz anwesend, geht rein rechtlich die Gesamtverantwortung an ihn über, auch wenn er nicht mit der Einsatzleitung betraut ist. Gekennzeichnet ist er durch zwei rote Ringe am Helm.

Staffel

Eine Staffel kann man bei der Feuerwehr auch als kleine "Gruppe" bezeichnen. Diese besteht aus einem Staffelführer (Gruppenführer), einem Maschinisten und je 2 Personen im Angriffstrupp und im Wassertrupp. Die Staffel findet man durch die moderne Technik und Ausrüstung immer öfters auf den Fahrzeugen, anstatt der Gruppe. Bei der Abteilung Stadtmitte rückt das LF16/16 standartmäßig mit einer Staffelbesetzung aus (obwohl es ein Gruppenfahrzeug wäre). Der Rest der Gruppe besetzt dann die Drehleiter (Schlauchtrupp und ggf. Melder).

Status (Status drücken)

Nicht hörbare, kodierte Funkübermittlung mit der Fahrzeuge ihren Standort und ihren Status der Leitstelle mitteilen, ohne den Funkkanal mit einer Sprachmeldung zu blockieren. Bei Feuerwehr und Rettungsdienst bedient man sich hierbei einfach der Zahlenfolge 0-9. Diese Zahlen sind, wie bei einem Telefonhörer, auf dem Hörer eines 4m-Sprechfunkgerätes zu finden. Mit dem einfachen drücken einer Zahl weiß also die Leitstelle, was das einzelne Fahrezeug im Moment macht oder wo es sich in welchem Zustand befindet. Die Statusmeldungen gliedern sich auf wie folgt:

 

S1 = Frei über Funkt - Fahrzeug fährt ist aber für einen Einsatz per Funk erreichbar

S2 = Frei auf Wache - Fahrzeug steht einsatzklar auf der Wache

S3 = Einsatz übernommen - Fahrzeug fährt zum zugeteilten Einsatzort

S4 = Einsatzort erreicht

S5 = Sprechwunsch - Fahrzeug wartet bis die Leitstelle es zum Gespäch auffordert.

S6 = Fahrzeug nicht einsatzklar / ausser Betrieb

S7 = bedingt einsatzklar am Fremdstandort - Fahrzeug ggf. nicht mehr vollständig

S8 = Einsatzklar am Fremdstandort - Fahrzeug steht irgendwo, ist aber einsatzklar

S9 = Handquittung = Fahrzeug bestätigt eine Meldung (kein Standartstatus)

S0 = Eigener Notfall - Funkkanal wird nur für dieses Fahrzeug freigehalten

Steckleiter ( 4-teilig )

Die 4-teilige Steckleiter ist bei der Feuerwehr eine der meist verwendeten Leitern.

Dies gründet auf ihrer hohen Flexibilität und der relativ geringen Transportlänge. Die Leiterteile haben jeweils eine Länge von 2,70 Meter. Sie können als lange Leiter von 8,40 Meter zusammen gebaut und so bis zu einer Nennrettungshöhe von 7,20 Meter eingesetzt werden. Ebenso können zwei Leiterteile mit Hilfer einer Leine zu einer Bockleiter zusammengebaut werden oder man kann z.B. aus den vier Teilen eine Schlauchbrücke bauen. Die Steckleiter ist aus Aluminium gefertigt und kann im Einsatz von drei oder auch vier Mann gestellt werden. Bei Steckleitern unterscheidet man zwischen A-Teilen und B-Teilen. Die A-Teile haben auch am Leiterfuß Sporssen, bei den B-Teilen hingegen fehlen diese, damit sie mit den A-Teilen kraftschlüssig zusammen geschoben werden können. Mehr als vier Leiterteile dürfen nicht miteinander verbunden werden. Fixiert werden die ineinander gesteckten Leiterteile durch feste Alu-Laschen am unteren Leiterteil. Diese Verbindung ist zusätzlich mit einem Sicherungsbolzen gesichert.

Totmannwarner

Ein Totmannwarner ist ein zusätzliches, kleines Gerät an einem Pressluftatmer. Auf das wesentliche reduziert ist er nichts anderes als ein Bewegungsmelder. Wird er nicht mehr bewegt, sprich bewegt sich der Feuerwehrmann nicht mehr, so registriert dass das Gerät. Hält dieser Zustand über einige Minuten an, beginnt der Totmannwarner unaufhörlich Lärm zu machen und macht sich auch durch blinkende Lichtsignale bemerkbar. Es handelt sich also um eine Sicherheitseinrichtung für die sich im Innenangriff befindlichen Einheiten.

Türöffnung

Viele Einsätze erfordern das Not-Öffnen von Wohnungs- oder Zimmertüren. Sei es ein Brand, eine medizinische Notlage oder gar die Unterstützung der Polizei bezüglich eines Kriminaldeliktes. Nur durch ständiges Training mit dem dementsprechenden Spezial-Equipment ist es möglich, Türen schnellstmöglich und effizient zu öffnen. Anders wie bei einem gewöhnlichen Schlüsseldienst geht es bei der Feuerwehr nicht darum die Türe auf die schonendste Art und Weise zu öffnen, sondern schnellstmöglich Zugang zur Wohnung zu bekommen. Oft trifft man hier auf Hindernisse bzw. Sicherheitstechniken, welche nur mit hohem Zeitaufwand zu bewältigen sind.

Jeder Bürger legt Wert auf seine persönliche Sicherheit. Der eine mehr der andere weniger. Türsicherheitstechnik wie Zusatzschlösser, Panzerriegel oder elektronische Schließzylinder sind auf dem Vormarsch. Es wird versucht, die Wohnung gegen unberechtigtes Eindringen durch Kriminelle zu schützen. In einer Notlage ist die Feuerwehr als Einbrecher anzusehen. Sie muss bei einer Notöffnung die gleichen Hindernisse überwinden welche ein Einbrecher überwinden muss. Zusatzschlösser und Querriegel können meist nur mit hohem Zeitaufwand und brachialer Gewalt überwunden werden.

Trupp

Ein Trupp besteht aus 2 Personen, einem Truppführer und einem Truppmann. Die Trupps sind dann Teil einer Staffel oder einer Gruppe, beispielsweise der Angriffstrupp, der Wassertrupp oder der Schlauchtrupp. Ein Trupp kann auch als eigenständige Einheit einsetzt werden. Dann spricht man von einem "selbstständigen Trupp". Zusammen mit einem Maschinisten bildet ein selbstständiger Trupp die kleinste taktische Einheit die es bei der Feuerwehr geben kann. Der Truppführer sollte hierzu allerdings die Ausbildung eines Gruppenführers haben. So genannte Truppfahrzeuge sind dann z.B. eine Drehleiter, ein Rüstwagen oder ein Gerätewagen.