Feuerwehrpedia V - Z

Verbandsführer

Der Verbandsführer oder auch "Einsatzleiter d. Führungsstufe C" genannt, ist eine Führungskraft der Feuerwehr oder anderer Hilfsorganisationen und führt taktische Einheiten, deren Stärke die eines Zuges übersteigen. Ein Zug besteht nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 3 aus bis zu drei Gruppen. Während ein Zugführer in der Regel max. fünf Gruppen befehligt, können dem Verbandsführer bis zu fünf Züge unterstellt sein. Der Verbandsführer kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben eines "Unterführers" (Zugführer) und eines Führungstrupps, einer Führungsgruppe oder Führungsstaffel als Führungsunterstützung bedienen. Er wird als Abschnitts- oder Einsatzleiter bei größeren Schadenslagen eingesetzt. Der Verbandführer unterliegt keiner speziellen Kennzeichnung. Am Helm trägt er die Kennzeichnung eines Zugführers. Je nach eingesetzter Position kann er die Kennzeichnungsweste eines Abschnittsleiters, eines Einsatzleiters oder als "Gruppenführer ELW" die eines Gruppenführers tragen. Verbandsführer werden klassischerweise auch als Führungsorgan der sog. Führungsgruppe eingesetzt (ELW1 o. ELW 2).

 

Verbandsführer ist eine Funktion und kein Dienstgrad.

Wärembildkamera

Diese Geräte sind im modenen Feuerwehreinsatz nicht mehr wegzudenken und auch viel wert. Wird bei einem Feuer eine Person vermisst oder gesucht, so ist meist nicht das Feuer selbst der größte Gegenspieler sondern der giftige und dichte Qualm. Er bedroht nicht nur die in Not geratenen Personen sonder macht auch den Einsatzkräften das Leben schwer. Denn diese können sich im dichten Rauch nur langsam und tastend fortbewegen. Die Wärmebildkamera kannn durch den Qaulm hindurch sehen. So ermöglicht sie nicht nur eine bessere räumliche Orientierung, sondern kann im Falle eines Falles auch Personen schnell orten.

Die Kamera nimmt hierzu den kältesten und den wärmsten Punkt im Messbereich und gliedert visuell alle Temperaturzonen dazwischen in Graustufen. Je dunkler - je kälter, je heller desto wärmer die Oberfläche. Hier im Bild ist eine auf der Seite liegenden Person gezeigt, welche man im dichten Qualm nicht sehen könnte. In Baden-Baden verfügen mittlerweile fast alle Fahrzeuge, welche für den Erstangriff konzipiert sind über solche Wärmebildkameras.

 

Bildquelle: www.bullard.com

Wassertrupp

Taktische Einheit, bestehend aus (in der Regel) zwei Mann. Ist primär zum Aufbau der Wasserversorgung vom Fahrzeug zum Verteiler, dann von der Versorgungsstelle zum Fahrzeug bestimmt und rüstet sich anschließend zu, 2. Angriffstrupp oder zum Sicherungstrupp aus. Bei Technischer Hilfe wird er Wassertrupp zum Sicherungstrupp und sichert die Einsatzstelle ab, nimmt hierfür die erforderlichen Geräte vor und stellt den Brandschutz sicher. Der Wassertrupp ist Teil einer Staffel oder einer Gruppe.

(Funktions...) Westen

Um die Funktion einer Führungskraft im Einsatz kenntlich zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist die Kennezichnung auf dem Helm. Gruppenführer haben einen roten Balken an jeder Helmseite, Zugführer und Verbandsführer zwei rote Balken auf jeder Helmseite und Kommandanten bzw. Beamte des gehobenen / höheren techn. Dienstes einen roten Ring um den Helm. Nun kommt es durchaus vor, dass pro Fahrzeug oder pro Einsatz mehrere Gurppen- oder Zugführer vor Ort sind. Da aber sinnigerweise nur einer davon der tatsächliche Einheitsführer sein kann, bekommt er zusätzlich eine Weste. Ebenso ist die Fernwirkung einer Weste wesentlich besser als nur eine Helmkennzeichnung. So tragen Gruppenführer bzw. Fahrzeugführer eine blaue Weste auf der in der Regel auch der Fahrzeugname vermerkt ist. Zugführer tragen in Baden-Baden (wenn überhaupt) eine grüne Weste. Ein Abschnittsleiter trägt eine weiße Weste und der Einsatzleiter eine gelbe. Da im Stadtkreis Baden-Baden immer ein Einsatzleiter vom Dienst in Bereitschaft ist, macht die Funktion des Zugführers in den wenigsten Fällen Sinn. Daher wir man bei uns diese Kennzeichnung nur sehr selten antreffen. Die Kennzeichnung der roten Weste zeichnet in Baden-Baden einen Praktikanten aus oder bei Übungen einen Übungsleiter. In anderen Städten und Kreisen kann auch die rote Weste einen Zugführer kennzeichnen. Ggf. können auch spezielle Fachberater eine rote Weste tragen (z.B. Fachberater Chemie).

Zumischer

Unter einem Zumischer versteht man ein feuerwehrtechnisches Bauteil, welches vor Ort ein Wasser-Schaummittelgemisch zusammenstellen und dosieren kann um daraus einen Löschschaum herzustellen. In der Regel werden in der Feuerwehr sog. Injektor-Zumischer verwendet. Nach dem einfachen "Venturi-Prinzip" zieht der Sog des Wasserstroms die zu zumischende Substanz mechanisch hinzu. Die Stärke dieses Sogs kann verändert werden und somit die Zumischrate verändert werden. Zumischer unterscheiden sich bei der Feuerwehr in drei Größen: Z2 - Z4 - Z8. Diese Verschlüsselung leitet sich von der Nenndurchflussmenge ab. 200, 400 oder 800 Liter pro Minute. Ein Z2 hat einen C-Anschluss, ein Z4 oder Z8 ist mit B-Anschlüssen ausgestattet.

Zumischrate

Die Zumischrate lässt sich am Zumischer einstellen und regelt die korrekte Schaummittelmenge. Je nach Schaumart muss diese unterschiedlich sein.
Ist die Zumischrate zu niedrig, kann der Zumischer keinen stabilen Schaum bilden. Ist die Zumischrate zu hoch, wird der Schaum zu steif und ist nicht ausreichend fließfähig. Die einstellbare Zumischrate beträgt in der Regel zwischen zwei und sechs Prozent.

Zug

Ein Zug der Feuerwehr besteht aus 22 Mann und setzt sich nach FwDV3 aus zwei Gruppen und Zugtrupp zusammen. Je nach Einsatz kann in Ausnahmen die Mannschaftsstärke auch erhöht werden. Man unterscheidet nach Löschzug, Rüstzug oder Gefahrgutzug. Die Führungspositin eines Zuges obliegt dem Zugführer.

Dieser kann sich zusätzlich eines Zugtrupps (siehe unten) bedienen, welcher ihn bei der Führung des Zuges unterstützt.

Zugführer

Er ist bei den deutschen Feuerwehren der Führer eines kompletten Feuerwehrzuges (mind. 2 Löschgruppen + Gerät). Man unterscheidet zwischen Löschzug, Rüstzug und Gefahrstoffzug. Sofern die eingesetzten Kräfte die Stärke eines Zuges nicht überschreiten oder nicht eine übergeordnete Führungskraft die Leitung übernimmt, kann ein Zugführer Einsatzleiter sein. Bei Einsätzen, die mehr als einen Zug erfordern (Großschadenslagen), übernimmt ein Verbandsführer das Kommando. In solchen Fällen werden Zugführer als Unterführer eingesetzt. Ausbildung und Aufgaben des Zugführers sind in den Feuerwehr-Dienstvorschriften geregelt. Einsatzkräfte mit der Qualifikation zum Zugführer erkennt man im Einsatz an zwei roten Balken auf jeder Helmseite. Diese Kennzeichnung signalisiert ausschließlich die Befähigung zum Ausüben der Funktion "Zugführer". Es können daher in einem Zug durchaus mehrere Einsatzkräfte mit dieser Kennzeichnung vorhanden sein. Pro Zug kann jedoch immer nur eine Person die tatsächliche Position des Zugführers übernehmen. Evtl. weitere vorhandene Einsatzkräfte mit Zugführerqualifikation übernehmen dann Gruppenführer- oder seltener auch normale Mannschaftsaufgaben. Der tatsächliche Einheitsführer wird zunehmend zusätzlich mit einer Kennzeichnungsweste (häufig rot oder grün, als Abschnitts- oder Einsatzleiter auch weiß oder gelb) kenntlich gemacht. In Baden-Baden wird auf Grund der Führungsstruktur die Kennzeichnung des Zugführers mit roter oder grüner Weste nicht kenntlich gemacht. Er fungiert hier als Gruppenführer, bei größeren Ereignissen als Abschnittsleitet (weiße Weste). Zugführer und Zugkommandant sind Funktionen und keine Dienstgrade.

 

Die Abkürzung in der Feuerwehr für den Zugführer ist "ZFü" nach DIN 14033. In der Praxis wird jedoch meist noch die Abkürzung "ZF" aus der mittlerweile nicht mehr gültigen Feuerwehrdienstvorschrift 4 verwendet.

 

Quelle: Wikipedia - Zugführer (Feuerwehr)

Zugtrupp

Der Zugtrupp (Führunsgtrupp) besteht inkl. dem Zugführer aus vier Mann. Der Zugführer bildet den Kopf des gesamten Zuges. Ihm zur Seite steht ein Fahrer, ein Melder und ein Führungsassistent. Dieser sollte ebenfalls die Qualifikation eines Zugführers haben. Der Zugtrupp fährt dem Zug in einem Führungsfahrzeug voraus. Dieses kann ein Kommandowagen (KdoW) oder ein Mannschaftstransportwagen (MTW) sein.